12. Februar 2018 – Jetzt geht’s los!

Montag, 12. Februar, 14.00 Uhr, Flughafen München: endlich geht es los! Mit SAUDIA Arabian Airlines fliege ich 5,5 Stunden nach Riad (Saudi-Arabien) und nach einem 4-stündigem Aufenthalt geht es weiter nach Manila, in die Hauptstadt der Philippinen. Nach dem ersten Flug graut es mir gewaltig vor den nächsten 9,5 Stunden im Sitzen. Nachdem die erste Stunde mit allgemeinem Gewusel, Getränke- und Essensausgabe, etc. ziemlich unruhig ist, kehrt dann für einige Stunden Dunkelheit und Ruhe ein und ich kann zum Glück etwas schlafen. Am 13. Februar um 16.00 Uhr Ortszeit landet die Maschine in Manila und beim einstündigen Anstehen an der Passkontrolle kann ich nach dem langen Flug zumindest dem „Stehen“ etwas Positives abgewinnen. Endlich am Gepäckband angekommen steht mein Kitegepäck sogar schon neben dem Band und ich bin super happy über den unversehrten Zustand.

Bereits am Flughafen in Riad komme ich mit Basti aus München ins Gespräch, der 3 Jahre lang in Manila gelebt hat und jetzt für einen Tauchurlaub hierher zurück kommt. Er gibt mir gleich jede Menge gute Tipps und bestätigt mir, dass das bereits gebuchte Z Hostel im Bezirk Makati eins der Besten in Manila ist, was mich sehr beruhigt. Um zum Hostel zu kommen ordere ich über die App „Grab“ ein Taxi, was auch nach wenigen Minuten am vereinbarten Treffpunkt eintrifft. Mit etwas Nachhilfe bekommen wir mein Kitegepäck quer auf die Rücksitzbank, die leider nicht umklappbar ist. Für ca. 5 Kilometer vom Flughafen bis zum Hostel brauchen wir in der Rushhour von Manila doch tatsächlich fast 2 Stunden. Nach dieser Fahrt werde ich mich nie wieder über den Verkehr in München beschweren. Das ist im Vergleich zu Manila ja ein wahres Vergnügen.

Gegen 20 Uhr komme ich endlich am Z Hostel an und beziehe ein 6er Mädels Zimmer mit gemeinsamen Bad. Die Zimmergenossinnen sind super nett und zum Teil schon einige Wochen auf den Philippinen unterwegs. Das Hostel ist sehr groß, auf 7 Etagen gibt es mehrere Zimmer und das Highlight ist die Rooftop Bar mit unglaublichem Ausblick auf die Skyline von Manila. Zwei Dinge fallen mir recht schnell auf: alle loben das Hostel als eines der Besten, was sie bisher auf Reisen hatten. Na da bin ich ja gespannt, was mich auf meiner Reise noch so erwartet. Zweitens: die meisten Traveler hier sind echt jung, ich gehöre mit 30 irgendwie schon zur älteren Generation und frage mich, ob ich mich das mit Anfang, Mitte 20 auch schon so getraut hätte.

Nach dem ich alles sortiert habe, folge ich dem Tipp von Basti und suche das Restaurant Kite-Kebab, um noch etwas in den Bauch zu bekommen. Es ist ein nettes kleines Lokal und ich lasse mir von der super netten Bedienung das klassische Kebab mit Falafel als Beilage empfehlen, was einfach super lecker schmeckt. Mein erstes Abendessen ist ein voller Erfolg und ich fühle mich wohl. Erst gegen 23 Uhr bin ich wieder zurück im Hostel und komme auf der Rooftop Bar noch kurz mit einem Deutschen und einem Irländer, der in China lebt ins Gespräch. Da es in Deutschland erst später Nachmittag ist, befürchte ich, nicht schlafen zu können, aber das Bett ist sehr bequem und dank Ohrstöpseln höre ich die Musik und die Gespräche von draußen kaum noch und kann in meiner ersten Nacht gut schlafen.

Mittwoch, 14. Februar 2018. Es ist Valentinstag und offensichtlich wird das in Manila so richtig gefeiert. Ich bin heute zwei Mal fast eine Stunde mit dem Taxi unterwegs und sehe dabei unzählige Verkaufsstände mit Luftballons, Blumen, Plüschtieren und allerhand rosarotem Plunder. Am Vormittag fahre ich an die Manila Bay und besuche den Ocean Park mit riesigem Oceanarium, Quallen Ausstellung, Greifvogelanlage und einem Haifischbecken. Ich lasse mir 3 Stunden Zeit, alles anzuschauen und besuche auch die beiden Shows mit Seelöwen und Papageien. Zum Glück bin ich frühzeitig dort, als ich mich gegen 14 Uhr wieder auf den Weg mache, wird es richtig voll, offensichtlich ist der Ocean Park auch für die Locals ein beliebtes Ausflugsziel. Ich fahre nochmal ein Stück mit dem Taxi und schaue mir die alte Stadtmauer um Intramuros an, das „ursprüngliche Manila“. Nach einem Besuch im Nationalmuseum schmerzen langsam aber sicher meine Füße und ich fahre zurück zum Hostel in Makati. Es ist unfassbar, wie riesig diese Stadt ist, wie lange man mit dem Auto braucht um von A nach B zu kommen und wie viele Menschen hier unterwegs sind. Es gibt nicht einen unbebauten Fleck in dieser Stadt. Es ist voll, laut, schmutzig und es scheint, dass in Manila Reichtum und Armut ganz nah beieinander liegen. Während der langen Taxifahrten sehe ich Geschäftsleute gleichermaßen wie schlafende Kinder auf der Straße. Manchmal machen mich die neuen Eindrücke richtig sprachlos.

Zurück im Hostel lerne ich im Zimmer zwei neue deutsche Mädels kennen, eine davon beendet gerade eine lange Reise, die zweite ist erst am Anfang. Ich merke, ich bin hier ein Richtiger Neuling, was das Reisen betrifft.

Seit dem Frühstück habe ich noch nichts gegessen und mache mich auf den Weg. Ich bin verleitet, wieder zum Kite Kebab zu gehen, doch entscheide mich beim Schlendern dafür, das erste Mal von einem Streetfood Stand etwas zu probieren. Frittierte Calamari und noch etwas frittiertes, wovon ich nicht genau weiß, was es ist, aber beides ist sehr lecker und trotz aller Bedenken vertrage ich es ohne Probleme.

Ich versuche zeitig schlafen zu gehen, weil ich mich um halb 2 in der Nacht auf den Weg zum Flughafen machen muss, mein Inlandsflug mit Air Asia nach Iloilo geht um 4 Uhr. Es ist jedoch so laut, dass ich nicht eine Minute ein Auge zu bekomme … was für eine Horrornacht. Ich freue mich jetzt schon auf ein eigenes Zimmer auf Cuyo Island und hoffentlich ruhige Nächte ohne Partylärm.

6 Kommentare zu „12. Februar 2018 – Jetzt geht’s los!

  1. Toll, Romy, jetzt was von dir zu lesen! Freu mich riesig! Und tolle Bilder! 🙂

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  2. Christine Häßelbarth 10. März 2018 — 20:02

    Liebste Romy,du schreibst so schön,dass wir glauben,den Lärm in der grossen Stadt zu hören. Jetzt ist der Moment gekommen,wo wir nur noch auf deine Berichte warten,um alles miterleben zu können. Wir umarmen dich – unsere tapfere Weltreisende! Es ist einfach unglaublich,was du alleine wagst. Wir wünschen dir Gesundheit und viele tolle Erlebnisse. Deine mum und Gerd

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  3. Rosi Häßelbarth 10. März 2018 — 21:17

    Habe mich so sehr auf Deinen ersten Blogeintrag auf Reisen gefreut. Jetzt bist Du also mitten drin in Deinem Abenteuer 😍 Ich habe jede Zeile mit Spannung gelesen und versucht die vielen Eindrücke durch Deine Augen zu sehen. Es ist mir gelungen 🤩 Ich hab Dich lieb 😘

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  4. Vanessa Kopetschek 11. März 2018 — 15:05

    Liebe Romy, wirklich spannend deine Zeilen zu lesen 🙂 Und das Gefühl schon zu den „Alten“ zugehören kenne ich, als ich mit Anfang 30 für 2 Monate alleine nach Australien bin 😉 Da waren auch fast alle Anfang/Mitte 20 und hatten nur Party im Kopf. Also gönn‘ dir gelegentlich deine Ruhe und ein Einzelzimmer 🙂 Ich wünsche dir weiterhin eine tolle Zeit, viel Wind und ich glaube diesen Sommer teste ich auch mal das Kitesurfen auf dem Chiemsee und mache einen Kurs 🙂 Danke für die Inspiration!
    Liebe Grüße, Vanessa

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  5. Hallo Romy,
    Deine blogs sind super geschrieben und es fühlt sich so an als ob man auf Deiner Reise mit dabei ist! Ich wünsche Dir alles Gute, pass auf Dich auf und lass weiterhin von Dir hören!
    Grüße aus München!

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