Hike & Kite mit den Münchner Kite Buddies in Kapstadt

Nach meinem Familienbesuch ziehe ich zurück nach Blouberg ins @ROSIE’S und kann mich schon auf den nächsten Besuch freuen. Vier Freunde aus München haben dank günstiger Flugverbindungen spontan entschieden, für zwei Wochen nach Kapstadt zu kommen. Kati & Henning haben sich ein Zimmer in einem kleinen Guesthouse in Table View gebucht, Oli & Steffen sind meiner Empfehlung gefolgt und übernachten nun ebenfalls im @ROSIE’S. Ich freue mich riesig darüber, die vier wieder zu sehen und wir gehen gleich am ersten Abend gemütlich zusammen essen, damit ich von meiner Reise erzählen und wir gemeinsam Pläne für die kommenden Tage in Kapstadt schmieden können.

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In Kapstadt mit Henning, Oli, Steffen & Kati

Für unsere erste gemeinsame Kite Session treffen wir uns alle am Dolphin Beach. Der Wind ist so stark, dass ich sogar irgendwann von meinem 8 m² Kite auf den 6 m² Kite wechseln muss. Erst ist der Spot unheimlich voll, aber zum Sonnenuntergang sind wir nur noch zu viert auf dem Wasser und Kati macht vom Strand aus fantastische Fotos. Besser könnte die gemeinsame Zeit gar nicht los gehen.

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Fantastische Sunset Session am Dolphin Beach

Eine Wanderung auf den Lion’s Head hatte ich bisher noch nicht unternommen und so ist es eine tolle Gelegenheit, die Tour gemeinsam mit meinen Freunden zu machen. Weil wir an einem Samstag unterwegs sind und der Lion’s Head wegen Erneuerung der Wege bald für einige Woche geschlossen wird, ist allerdings besonders viel los und wir müssen sowohl beim Auf- als auch beim Abstieg, an den Passagen, die mit Leitern und Ketten versehen sind, zum Teil lange warten. Trotzdem ist es eine wunderschöne und lohnenswerte Wanderung, die vom Parkplatz aus spiralförmig um den Lion’s Head herum führt und dadurch traumhafte Ausblicke in alle Richtungen ermöglicht. Auf dem Gipfel suchen wir uns ein schönes Plätzchen und genießen lange die traumhafte Aussicht, bevor wir wieder absteigen.

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Auf dem Lion’s Head

Am Nachmittag fahren wir auf dem Rückweg noch zum Food Market am Old Buiscuit Mill, wo ich leckere Frühlingsrollen mit unterschiedlicher Füllung und danach noch köstliche Churros (frittiertes Brandteig-Gebäck) mit Zimt & Zucker und Schokoladensauce verputzte. Das Essen in Kapstadt werde ich definitiv vermissen!

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Ganz schön was los auf dem Food Market an der Old Biscuit Mill

Unser schöner Ausflugstag wird am Nachmittag noch von einer perfekten Kite Session gekrönt. Der Wind ist super stark und mit dem 8er wird es mir irgendwann zu viel. Endlich spüren wir in Kapstadt den berühmt berüchtigten Cape Doctor und genießen es in vollen Zügen!

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Mit Oli am Kite Spot in Blouberg

Für die kommenden Tage ist die Windvorhersage für Langebaan sehr gut und so planen wir einen spontanen Kurztrip an die riesige Lagune ca. 1,5 Stunden nördlich von Kapstadt. Zunächst buchen wir nur für eine Nacht ein Airbnb Apartment und trauen unseren Augen kaum, als wir gegen Mittag in einer riesigen, luxuriösen Villa mit unglaublichem Ausblick einchecken. Das Haus hat 3 Etagen, die Eigentümer bewohnen die erste und zweite Etage und vermieten das Erdgeschoss über Airbnb. Die Gastgeber sind super nett und nehmen uns gleich mit ganz nach oben auf ihre private Dachterrasse und wir bestaunen von dort die gesamte Lagune bis hin zu den beiden Kitespots in Shark Bay und am Main Beach im Ortszentrum von Langebaan. Unser Apartment hat drei große Schlafzimmer mit jeweils eigenem Bad, eine riesige zum Wohnzimmer offene Küche, einen offenen Kamin, einen Billardtisch, eine Dartscheibe und eine Tischtennisplatte. So viele Hostels, Gästehäuser und Airbnbs habe ich in den letzten Monaten gesehen, aber diese Unterkunft toppt wirklich alles und wir beschließen sofort, dass wir hier noch eine weitere Nacht bleiben werden.

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Auf der Terrasse unseres Airbnb Apartments in Langebaan, v.l. Henning, Oli, Kati, Romy, Steffen

Am Nachmittag fahren wir dann zum Kite Spot in der Shark Bay. Der Wind ist mäßig, wir entscheiden uns für die 12 m² Kites. Der Spot ist traumhaft schön, allerdings ist das Wasser extrem wellig und der Wind unheimlich böig, was den Spaß ein wenig trübt. Trotzdem genießen wir die gemeinsame Zeit am Wasser und folgen am Abend der Empfehlung unserer Gastgeber und gehen zum Essen ins Pearly’s, einem tollen Lokal direkt am Hauptstrand in Langebaan. Das Pearly’s wird in den kommenden Tagen zu unserem Stammlokal, weil das Essen einfach fantastisch ist, die Preise noch günstiger als in Kapstadt und das Personal extrem freundlich. Eine wirklich tolle Empfehlung!

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Kite Spot Shark Bay in Langebaan

Am nächsten Tag relaxen wir am Vormittag in unserem tollen Apartment und fahren später zum Kite Spot am Main Beach, wo am Strand sehr viel mehr Platz zum Aufbauen und Starten der Kites zur Verfügung steht. Der Wind ist stark genug für meinen 8 m² Kite und gemeinsam kiten wir eine große Runde um die Insel Skaapeiland. Auf der Nordseite der Insel ist das Wasser durch ablandigen Wind super schön flach und ab und zu zeigen sich sogar ein paar Robben, die auf der Insel in der Sonne dösen oder für eine Erfrischung in der Lagune abtauchen. Auch dieser Spot ist wunderschön, das Wasser ist deutlich wärmer als in Kapstadt. Dennoch ist auch heute der Wind extrem böig, es passiert mir zum allerersten Mal das mich eine starke Böe tatsächlich während der Fahrt vom Brett reißt. Die Bedingungen sind kräftezehrend und nach zwei Sessions wird der Kite Tag beendet und wir kochen am Abend zusammen ein leckeres Thai Curry und tragen bis spät in die Nacht noch Turniere im Billard, Dart und Tischtennis aus.

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gemütlicher Koch- und Kaminabend in unserem Airbnb Apartment in Langebaan

Am dritten Tag in Langebaan entscheiden wir uns, eine weitere Nacht zu bleiben, müssen aber leider umziehen, weil unser Luxus Airbnb schon ausgebucht ist. Erst versuchen wir noch per Whatsapp mit dem neuen Mieter zu verhandeln, ob wir nicht auch alle gemeinsam hier bleiben könnten, aber das Glück ist nicht auf unserer Seite und so suchen wir uns eine neue Bleibe, die nicht weit entfernt und ebenfalls groß und gemütlich ist. Am Nachmittag kiten wir wieder am Main Beach, ich zunächst mit dem 12er bevor der Wind zunimmt und ich auf den 8er wechsle. An den böigen Wind gewöhnen wir uns so langsam und zur Stärkung zieht es uns am Abend natürlich wieder ins Pearly’s.

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Kite Spot am Main Beach in Langebaan

Wir verabschieden uns in Langebaan und auch von Kati & Henning, die für ein paar Tage nach Stellenbosch und Hermanus fahren wollen. Oli, Steffen & ich machen uns auf den Rückweg nach Kapstadt und zweigen ungefähr auf halber Strecke zum kleinen Küstenort Yzerfontein ab, weil uns der Sprit ausgeht und sich dort die nächstgelegene Tankstelle befindet. Schon von weitem staunen wir über den herrlichen Ausblick und beschließen nach dem Tankstopp noch hinunter zum Strand zu fahren, wo doch tatsächlich zwei Kitesurfer ihr Material aufbauen. Der Wind ist nicht besonders stark, erst zögern wir noch, versuchen es dann aber doch mit unseren 12ern, die leider nicht so richtig ausreichen, aber dennoch hat es sich gelohnt diesen wunderschönen Spot zu sehen.

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kurze Kite Session in Yzerfontein

Wir checken wieder im @ROSIE’S ein, kochen uns am Abend ein leckeres Chili Con Carne und landen zeitig im Bett, weil wir für den nächsten Tag die Wanderung hinauf auf den Tafelberg geplant haben und zeitig los fahren wollen. Gesagt, getan und wir marschieren kurz nach 8 Uhr vom Botanischen Garten in Kirstenbosch los um über die Skeleton Gorge Route auf den Tafelberg zu gelangen. Nach ca. anderthalb Stunden gelangen wir an das Hely-Hutchinson Reservoir. Badesachen und Handtücher haben wir dabei, aber es ist wolkenverhangen, der Wind bläst wie verrückt und es ist tatsächlich eiskalt in Südafrika, wer hätte das gedacht. Oli und ich ziehen die Kapuzen unserer Windjacken nur noch enger, da hat sich Steffen schon sämtlicher Kleidung entledigt und springt in die Fluten, da bleibt uns nur erstauntes Zuschauen vom Ufer. Wegen des schlechten Wetters entscheiden wir uns gegen den längeren Weg übers Echo Valley und nehmen den direkten Weg zum höchsten Punkt der Route am Maclear’s Beacon, den wir nach ca. einer Stunde erreichen. Von dort geht es nochmal ca. 45 Minuten auf gleichbleibender Höhe Richtung Gondelstation. Das Plateau liegt leider komplett in den Wolken, die wunderschöne Aussicht wird uns komplett verwehrt. Fünfzehn Minuten vor der Bergstation nehmen wir den Abzweig zum Abstieg über die Platteklip Gorge Route und laufen dabei dem Deutschen Lukas in die Arme, der eigentlich eine andere Route hinab nehmen wollte, aber wegen des schlechten Wetters wieder absteigt. Glück für uns, denn Lukas hat ein Apartment in Muizenberg und fährt mit dem Auto quasi an Kirstenbosch vorbei. So sparen wir uns das Taxi, um zum Auto zurück zu kommen und freuen uns über die sehr nette Mitfahrgelegenheit.

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Mit Steffen und Oli unterwegs am Tafelberg

Am nächsten Tag hoffen wir natürlich auf eine Kite Session, aber es ist Westwind angesagt, also eine untypische Windrichtung für Kapstadt und das ist eigentlich kein gutes Zeichen. Trotzdem machen wir uns am späten Vormittag auf dem Weg zum Strand und letztendlich wird es unerwartet eine meiner besten Sessions in Kapstadt. Irgendwie fühlt es sich komisch an, auf einmal haben wir den Tafelberg beim Kiten nicht mehr im Rücken, sondern ständig im Blick, das ist richtig klasse. Irgendwann muss ich aufhören, weil der Wind für meinen 8er zu stark wird, aber ich habe es richtig genossen und hätte diese Windrichtung tatsächlich gern öfter! Der Grund der ungewöhnlichen Windrichtung zeigt sich am späten Nachmittag, als ein Unwetter Kapstadt erreicht und es bis in die Nacht hinein in Strömen regnet. Am Abend gehen wir zum Essen ins Moyo in Big Bay und müssen im Lokal tatsächlich zwei Mal den Tisch wechseln, weil wir immer irgendwie in Türnähe sitzen und in der kalten Zugluft sitzen. Ja, solche Abende gibt es im Sommer in Kapstadt auch.

An Oli & Steffen’s letztem Urlaubstag lassen wir den Vormittag entspannt angehen und packen schon einen Teil unserer Sachen zusammen, weil die beiden am nächsten Tag zurück nach Deutschland fliegen und ich mich auf einen Roadtrip entlang der Gardenroute aufmachen werde. Leider reicht der Wind nicht mehr für eine weitere gemeinsame Kite Session in Kapstadt, stattdessen fahren wir zu dritt nach Big Bay zum Surfen und haben auch so jede Menge Spaß im Wasser.

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Mit Oli und Steffen beim Surfen in Big Bay

Am Abschlussabend findet ein großer Grillabend im @ROSIE’S statt und auch Kati & Henning kommen nochmal mit dazu. Hier in Südafrika ganz typisch bringt beim „Bring & Braai“ jeder etwas mit, alle bereiten zusammen vor und dann wird gemeinsam von allem gegessen. Der Tisch biegt sich mit Salaten, gegrilltem Fleisch, leckeren Saucen und die Hausherrin Rosie hat sogar ein tolles Dessert gezaubert. Was für ein schöner Abschluss nach den gemeinsamen Tagen in Kapstadt!

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großer „Braai“ Abend im @ROSIE’S

Am 13. Januar fahre ich gemeinsam mit Oli & Steffen zum Flughafen, um die beiden zu verabschieden, aber nur bis zum baldigen Wiedersehen in München! Ich hole an der Autovermietung einen VW Polo ab, mit dem ich die kommenden zwei Wochen an der Gardenroute unterwegs sein möchte.

Das Zusammentreffen mit Kati & Henning, Oli & Steffen war spontan und wunderschön. In der Ferne Freunde aus der Heimat zu treffen ist großartig und ich bin dankbar, dass wir diese gemeinsame Zeit in Südafrika erleben durften! Bei etwas kälteren Temperaturen sehen wir uns hoffentlich ganz bald auf dem Wasser oder im Schnee wieder!

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