Zeit mit Freunden auf Sardinien

Am 5. Juni verbringen wir einen entspannten Tag am Campingplatz, ich nutze die Zeit für meinen Reiseblog und Patrick ist eine ganze Weile mit dem SUP auf dem Wasser unterwegs. Nur 50 Meter von unserem Stellplatz ist ein richtig schöner Strand, sodass wir zusammen mit Bene und Steffi relaxen und das tolle, warme Wetter genießen.

SUP Session direkt am Campingplatz.

Am kommenden Tag ist der Himmel grau und wolkenverhangen, sodass wir uns für eine spontane Weiterreise entscheiden. Während Leon schläft, räumen wir alles zusammen und noch bevor es zu regnen beginnt, sind wir schon auf der Straße. Unser nächstes Ziel ist nur knapp eine Stunde entfernt, ein großer Campingplatz im Ort Valledoria, an der Nordostküste Sardiniens.

Check In am International Camping Valledoria.

Eigentlich wollten wir unterwegs noch ein paar Einkäufe erledigen, allerdings ist Sonntag und alle Geschäfte haben geschlossen. Als wir am International Camping Village Valledoria ankommen, sind wir erstmal ein wenig von der „Bürokratie“ überrascht. Auf Korsika war unsere Ankunft auf allen Plätzen immer sehr entspannt, wir haben einfach selbst einen Stellplatz ausgesucht und dann im Laufe des Tages die Stellplatznummer an der Rezeption bekannt gegeben. Hier wird das alles etwas „genauer“ gehandhabt und so chauffiert uns ein Mitarbeiter im Golf Caddy über den Platz, um uns diverse freie Plätze zu zeigen. Da wir wieder gemeinsam mit Bene und Steffi stehen wollen, entscheiden wir uns für einen größeren Platz, an dem wir bequem unseren Wohnwagen und den Camper der Beiden gegenüber aufstellen können.

Gemeinsamer Stellplatz mit Bene und Steffi in Valledoria.

Tatsächlich hört der Regen auf, sobald wir beginnen, uns am neuen Stellplatz einzurichten und später am Nachmittag kommt sogar noch die Sonne heraus. Mit Leon im Kinderwagen erkunde ich ein wenig den großen Platz, der wirklich sehr schön ist. Unheimlich viele andere deutsche Urlauber sind hier, fast alle mit kleinen Kindern. Es gibt auch einen Pool, einen kleinen Supermarkt, Tischtennis Platten und Billard Tische, ein Café, ein Restaurant und diverse andere Annehmlichkeiten. Am Abend tun wir uns fürs Essen mit Steffi und Bene zusammen, ohne Einkauf wird es ein gemeinsames „Reste essen“, was trotzdem wunderbar gelingt und als Leon im Bett ist, spielen wir noch einige Runden UNO.

Gemütlicher Abend mit Freunden in Valledoria.

Am 7. Juni macht der Forecast endlich Hoffnung auf die nächste Kite Session auf Sardinien. Leon macht Mittagsschlaf im Wohnwagen, ich halte die Stellung und Patrick begleitet Bene und Steffi schon mal zum Strand und kommt mit dem 12 qm Kite zu einer ersten Session hier in Valledoria. Als ich Leon gefüttert habe, stoße ich dazu und wir lösen uns ab. Der Wind hat etwas zugenommen, sodass ich mit dem 10 qm Kite aufs Wasser kann, außer mir sind nur zwei andere Kiter da und es macht super viel Spaß, hin und her zu düsen und über die ein oder andere Welle zu springen. Später kommt auch Patrick nochmal auf seine Kosten und gemeinsam mit Bene und Steffi stoßen wir Abends beim Grillen auf den gelungenen Kite Nachmittag an.

Tolle Kite Session am Strand in Valledoria.

Am nächsten Tag sieht der Forecast noch einmal vielversprechend aus und so packen wir gegen Mittag das Auto mit sämtlichem Material und fahren zusammen mit Bene und Steffi ein paar Minuten Richtung Norden zur großen Lagune in Valledoria, wo man tolle Flachwasser Bedingungen vorfindet. Wir könnten auch am Strand bis zur Lagune laufen, aber mit dem ganzen Material und Leon im Kinderwagen wäre das ganz schön beschwerlich und so entscheiden wir uns für den bequemeren Weg. Der große Parkplatz an der Lagune ist noch ziemlich leer, aber einige andere Kiter sind auch schon am Ausladen und lassen sehnsüchtige Blicke über die noch windstille Lagune schweifen.

Tolle Kite Lagune in Valledoria.

Samt allem Material bahnen wir uns den mühseligen Weg durch den Sand und schlagen unser Quartier an der Lagune auf. Leon schläft zum Glück im Kinderwagen ein und verschläft das zähe Warten auf den Wind. Wir sind enttäuscht. Der Forecast war so vielversprechend und die Lagune sieht einladend zum Kitesurfen aus. Viele andere Kiter haben sogar ihre Kites schon aufgepumpt und befinden sich ebenfalls in Lauerstellung. Leider tritt der versprochene Forecast nicht ein und am späteren Nachmittag packen wir mit hängenden Köpfen alles wieder zusammen und machen uns auf den Weg zum Auto. So ist es eben manchmal, beim nächsten Mal haben wir hoffentlich mehr Glück.

Leon muss Papa etwas aufmuntern, weil wir vergebens auf den Wind warten.

Am 9. Juni verlassen wir Valledoria, verabschieden uns von Bene und Steffi und machen uns gegen Mittag auf die knapp zweistündige Weiterfahrt in den Westen von Sardinien. Wir steuern den Campingplatz „Bella Sardinia“ an, die Stellplätze für Camper befinden sich in einem großen Pinienwald, super schattig und schön angelegt. Schmunzeln müssen wir, als uns der Mitarbeiter bei der Platzzuweisung sagt, es dürfen keine Wäscheleinen aufgehängt werden. Schon wieder ganz schön viele Regeln, aber wir beugen uns und holen für 20 EUR Pfand einen Wäscheständer im kleinen Campingplatz Supermarkt.

Abschied von Bene und Steffi in Valledoria.

Den Nachmittag verbringen wir entspannt am schönen Sandstrand und genießen diese tolle Zeit mit Leon, der es liebt, im Sand zu spielen, mit Treibholz Klopfgeräusche macht und genauso gern ins Wasser geht wie wir. Abends gehen wir im Restaurant am Campingplatz Pizza essen und lassen den Tag so richtig lecker ausklingen.

Leckere Pizza im Campingplatz Restaurant Bella Sardinia.

Am nächsten Tag wollen wir mal wieder etwas unternehmen, packen den Rucksack und fahren nur ein paar Minuten Richtung Norden bis in den kleinen Ort S’Archittu. Von dort wandern wir entlang der Küste und bewundern den sogenannten „Arco di S’Archittu“, einen natürlichen Felsbogen über dem Meer, ein grandioser Anblick.

Arco di S’Archittu an der Ostküste Sardiniens.

Immer entlang der felsigen Küste wandern wir bis ins Örtchen Santa Caterina di Pittinuri, wo wir am langen Steinstrand ein tolles Plätzchen zum Baden finden. Einfach herrlich, unzählige Steine, soweit das Auge reicht, rauschende Wellen, blauer Himmel, es ist fantastisch. Wir bleiben eine ganze Weile, gehen mit Leon ins Wasser, sammeln Steine und genießen einfach nur diese besondere Zeit zu dritt.

Am tollen Steinstrand in Santa Caterina di Pittinuri.

Wir durchqueren den kleinen Ort und wandern noch ein Stück weiter bis zu einem großen Wachturm „Torre aragonese Pittinuri“, den wir schon von weitem gesehen haben. Der Ausblick von hier ist fantastisch und neben dem riesigen Turm kommen wir uns ganz winzig klein vor. Patrick holt uns im Ort noch ein Eis und gemütlich machen wir uns auf den Rückweg.

Wunderschöne Küstenwanderung in Sardinien.

Natürlich lässt es sich Patrick nicht nehmen, vom „Arco di S’Archittu“ ins Wasser zu springen. Wir schätzen die Höhe auf 10 bis 12 Meter und mir wird schon vom Zuschauen ganz anders. Patrick lässt solche Gelegenheiten niemals verstreichen, möge das Wasser noch so kalt oder der Sprung noch so hoch sein. Da ziehe ich absolut meinen Hut!

Ganz schön hoch. Patrick springt sogar von dort oben ins Wasser.

Am Abend beschließen wir, dass wir am kommenden Tag schon weiter fahren wollen und bereiten die Abreise vor. Am kommenden Morgen sind wir schnell mit allem fertig und schon um 9.15 Uhr rollen unsere Räder weiter gen Süden. Leon schläft im Auto fast 1,5 Stunden, sodass wir ohne Pause gut durchkommen und zunächst das Kite Village Sardegna in Punta Trettu ansteuern. Hier befindet sich ein toller Kite Spot, eine Kite Schule und es werden auch ein paar wenige Stellplätze für Camper vermietet. Vor Ort werden wir super freundlich empfangen und auf dem Gelände der Kite Schule wäre sogar ein Stellplatz frei. Wir entscheiden uns aber dagegen, weil die Zufahrt sehr eng ist und das Einfädeln mit dem Wohnwagen ziemlich stressig werden würde. Außerdem sieht der Forecast für die nächsten Tage leider nicht besonders gut aus und außer der Kite Schule ist hier sonst nicht wirklich viel, wofür es sich zu bleiben lohnt. Wir bleiben zumindest für ein schnelles Mittagessen und füttern Leon, danach fahren wir noch etwas weiter bis auf die Insel Sant’Antioco, die über einen künstlichen Damm mit Sardinien verbunden ist. Bevor wir zum Campingplatz Tonnara fahren, erledigen wir einen Großeinkauf im Lidl, was sich irgendwie nach Zuhause anfühlt.

Check In am Campingplatz Tonnara auf Sant’Antioco.

Der Campingplatz Tonnara ist der einzige auf Sant’Antioco und liegt in der schönen Bucht Cala Sapone. Wir entscheiden uns für einen Stellplatz in der ersten Reihe, ganz nah am Wasser. Bislang der teuerste Stellplatz auf unserer Reise, mit 44 EUR pro Nacht, aber der Ausblick ist grandios und der Campingplatz gefällt uns sehr gut.

Unser Stellplatz direkt am Meer auf der Insel Sant’Antioco.

Für ein paar Tage wollen wir hier auf Sant’Antioco bleiben, denn die Insel bietet tolle Strände und Buchten und von hier können wir neben Punta Trettu auch noch andere Kite Spots ansteuern, sobald der Wind verlässlich mitspielt. Wir freuen uns darauf, einige Zeit hier zu bleiben und erstmal nicht weiter ziehen „zu müssen“ und sind gespannt, was uns die nächsten Tage so erwartet.

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